Chancen & Risiken für Unternehmen & AnwenderInnen
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Wie der Guardian, die NY Times und der Spiegel berichten, wurden in den letzten Stunden von WikiLeaks 251,287 Depeschen des Diplomatischen Dienstes der USA veröffentlicht. Laut Guardian handelt es sich dabei nicht nur um gewöhnliche diplomatische Post, sondern Berichte die mit dem Vermerk “Geheim” gekennzeichnet sind. In Deutschland wurden vom Spiegel in seiner morgigen Ausgabe Inhalte dieser Berichte publiziert, die zu Teil herabwürdigende Einschätzungen von Bundesregierungsmitgliedern enthalten.

Quelle: The Guardian Data Blog

Die vom Guardian zur Verfügung gestellten Rohdaten:

Zusammengefasst:

  • 251,287 dispatches
  • The state department sent the most cables in this set, followed by Ankara in Turkey, then Baghdad and Tokyo
  • 97,070 of the documents were classified as ‘Confidential’
  • 28,760 of them were given the tag ‘PTER’ which stands for prevention of terrorism
  • The earliest of the cables is from 1966 – with most, 56,813, from 2009

Die, heute 12.11, bekanntgewordene Koalitionsvereinbarung enthält als Schwerpunkt im Bereich Internet den Ausbau von Open Government und Open Source. http://derstandard.at/1288660308804/Im-Detail-Das-Koalitionsabkommen

Open-Commons-Region Linz

Mit einer europaweit einzigartigen Initiative wird die Stadt Linz Impulse für die frei zugängliche Nutzung und elektronische Verbreitung von Daten, Software, Lehr- und Lernmaterialien und anderen als „Open Commons“ bezeichneten, digital gespeicherten Inhalten geben. Das Projekt „Open-Commons-Region Linz“ ist ein weiterer Schritt der Zukunftsstadt Linz, ihre BürgerInnen, bei der Informationsbeschaffung und -Nutzung via Internet bestmöglich zu unterstützen. Bereits seit 2005 läuft die Hotspot-Initiative der Stadt Linz. Österreich-weit ist dieses Projekt mit derzeit 118 Hotspot-Standorten für den Gratis-Einstieg ins Internet einzigartig. Seit September 2009 stellt Linz über den „Public Space Server“ allen interessierten LinzerInnen ab 14 Jahren einen fix definierten Speicherplatz sowie ein persönliches E-Mail-Postfach und Programme für die nichtkommerzielle Veröffentlichung von Inhalten im Internet zur Verfügung. Die Leitlinien für die Realisierung der „Open-Commons-Region Linz“ wurden nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss  in einer Studie erarbeitet, die vom stadteigenen Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmen (IKT Linz GmbH) in Auftrag gegeben wurde. Die Studie des Instituts für Personal- und Organisationentwicklung in Wirtschaft und Verwaltung der Johannes Kepler Universität (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Gustav Pomberger) entstand in Zusammenarbeit mit der IKT Linz GmbH und dem Linzer Markt- und Meinungsforschungsinstitut market.

Als unmittelbar folgende Schritte sind unter anderem geplant:

  • Einrichtung eines Open Commons-Beirates.
  • Aufbau einer Open Commons-Region Linz Koordinationsstelle
  • Initiativen für Angebote in den Bereichen Bildung (Open Courseware) und öffentliche Datenbestände, wie zum Beispiel Stadtinformationen oder Stadtkarten (Open Data).
  • Überarbeitung des magistratsweiten Intranets mit Einsatz von Open-Source-Software für das Betriebs-, Redaktions- und Datenbanksystem.
  • Prüfung des Einsatzes von weiteren Open-Source Softwareprodukten in Teilen der Unternehmensgruppe Stadt Linz.

In den Aufbauprozess der Open-Commons-Region Linz sollen die Bevölkerung ebenso wie Gebietskörperschaften, Interessenvertretungen, Unternehmen sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen eingebunden werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Betriebe der Unternehmensgruppe Stadt Linz und städtische Einrichtungen wie die Volkshochschule und die Museen.

  • Interview mit Initator Christian Forsterleitner im Linzer CulturalBroadcastinArchive: Nachhören
  • Stellenausschreibung – ProjektleiterIn Koordination Open Commons Region Linz

USA lassen denken!

Die US-Regierung hat Anfang September die Website challenge.gov online gebracht. Einen OnStopShop für Ideen, Innovation, Crowdsourcing und Bürger/innenbeteiligung – für Fragen, Problemlösungen und Innovationen, die US-Regierungsstellen bei Ihren Bürger/innen abfragt. Die Challenges auf der Website gehen dabei weit über Beteiligungsfragen, wie wir sie im Europäischen Kontexten auch kennen hinaus. Es geht um echte Fragen, echte Lösungen und echtes ausgelobtes Geld.

Dabei ist das Konzept einfach. Die Adminstarion Obama ist davon überzeigt, dass viele Probleme der Verwaltung, des Zusammenlebens, aber auch ganz konkret durch Regierungsstellen benötigte Lösungen, am besten in der “Weisheit der Vielen” ihre Lösung finden. Angestoßen wird der Prozess durch die Auslobung eines Preisgeldes. Und zumeist können Lösungen aus der Masse der Einreichungen herausgezogen werden, die in herkömmlichen Bieterverfahren niemals zum Zuge gekommen wären bzw. die um Größenordnungen günstiger als diese sind.

Mit challenge.gov tut die US-Regierung nun einen entscheidenden Schritt weiter – sie bündelt diese Crowdsourcingprozesse in einer gemeinsamen Website. Damit können Regierungstellen “out of the box” Challenges erstellen und Innovator/innen finden gebündelt auf einer Seite die “problem broadcasts”. Das darüber hinaus, damit ein einheitliches Verfahren in der Abwicklung und damit Sicherheit und Fairness geschaffen wird, kompletiert das Konzept von challenge.gov.

Damit zeigt die Regierung von Barak Obama, dass sie hier eGovernment wirklich verstanden hat, und  bringt nach data.gov und open.gov mit challenge.gov eine weitere diesbezügliche Innovation auf den Weg.


Die sinkenden Einnahmen aus Werbung und Auftragsartikeln im Jahr 2009 hat die Medienhäuser arg getroffen. Und plötzlich war weniger Geld da für die redaktionelle Arbeit – das spürten die Journalst/innen schmerzlich. Just in diesem Moment feierte der “User Journalismus” in Blogs, Facebook und Wikis wieder große Erfolge. In einer kurzfristig anberaumten Analyse, war der/die Leser/in schuld, der/die – vor allem jung – nicht mehr zum Feuilleton greift, sondern sich angeblich lieber ein paar Tweets reinzieht. FAZ Herausgeber Frank Schirrmacher setzt sich mit seinem Buch “Payback” an die Spitze jener, die den Journalismus – ja, das reflektierte Nachdenken ansich – in Gefahr sehen. Bunkerstimmung im deutschsprachigen Journalismus in den vergangenen Monaten war die Folge. Die nur ungenau geführte Diskussion drehte sich den auch um den Schutz des Bestehenden:  Die Besinnung auf den Qualitätsjournalismus, die Konzentration auf die Hintergrundberichterstattung, die ordentliche Recherche und die redaktionell-reflektiere Inhalteaufbereitung genauso, wie die Stärkung der eigenen Rolle als Primärinformationsquelle und Protagonisten des Investigationsjournalismus. Soweit  die im Kern richtigen, aber insgesamt wenig neuen Auswege aus der Journalismuskrise.

UK und USA: Ein anderer Weg

Im Grunde sah sich auch die englischsprachige Medienwelt mit sehr ähnlichen wirtschaftlichen Zahlen konfrontiert. Doch um den Weg aus dieser Krise zu suchen, nutze man die sich neu etablierende Internettechnologie weniger als Projektionsfläche des Scheiterns, sondern proaktiv zur Neuaufstellung des eigenen Sektors. Gerade führende Medienhäuser wie die NY Times, die LA Times, die BBC und der Guardian erkannten bald das ihr Platz am besten an der Spitze des technologischen Wandels ist. Anstatt sich gegen aufkommenden Online Citizen Journalismus zu stemmen, spielen die genannten Medienhäuser ihre Inhalte maschinenlesbar (in RSS, XML, via API und Datastores) und kostenfrei an Blogs, Mashups und Apps weiter. Dieses neue Paradigma im Umgang mit den eigenen Inhalten in der öffentlichen Nutzung bedeutet in eine veränderte Nutzungs- und Vermarktungsstrategie umzusteigen und diese – in den derzeitigen Pioniertagen – mitzugestalten zu können. Eines dieser Konzepte ist das Freemium: Die großzügig offen und gratis zur Verfügung gestellten Medieninhalte besitzen auch eine Bezahlversion, bei der z.B.: Werbung unterdrückt wird, oder kommerzielle Weiterverwendung gestattet ist, oder weitere Zusatzlinks angeboten werden, oder auch Zugriffszahlen nicht limitiert werden. Die Versuche sind hier mannigfaltig, doch eines ist jetzt schon sicher, der Gewinn an (anderer Stelle wieder finanziell zu realisierender) Reputation ist in jedem Fall gewährleistet. Und in der Internetökonomie bedeutet dies nicht nur Werbekontakte, sondern gesteigerte Glaubwürdigkeit, Vertrauen und persönliche Schätzung. In eben diesen Medienhäusern bildet sich aktuell eine neue Journalist/innengeneration heran:

Datenjournalist/innen!

Wenn also das neue mediale Gold nicht mehr “gedruckter Zeitungsartikel” heißt, was liegt also näher als den Journalismus als Vermittler nicht nur von redaktionellen Inhalten, sondern auch von Dateninhalten zu sehen. Einhergehend mit der Open Data Bewegung, geht es dabei darum Daten direkt zu den/der Bürger/in zu bringen – möglichst nah am Erhebungsbild und ohne filternde Interpretation.

So gibt der Datenjournalist die Rolle des Auswerters an die Leserschaft weiter, versorgt idealerweise noch mit Tools zur Datenaufbereitung und sieht seine Hauptaufgabe vor allem darin möglichst aussagekräftige, exquisite und bis dato im verborgenen lagernde Daten bereitzustellen. Kommentar, Schlussfolgerung und redaktionelle Meinung sind zwar immer noch Bestandteil des Datenjournalismus, treten aber zumeist als Bonusangebot in den Hintergrund.

Bleibt zu fragen, ob die Leser/innenschaft derart rohe Daten akzeptiert, und vor allem ob sie dazu im Stande ist, sie zu rezipieren. Ein Rückblick in die 1920er-Jahre mag hier aufschlussreich sein. Die damals sich neu etablierte Empirische Sozialwissenschaft brachte erstmals vergleichbare Datenbestände in großem Ausmaß hervor. Und auch damals fragte man nach der Lesbarkeit der eigenen Ergebnisse, in der medial vermittelten Kommunikation. Die Antwort lieferten 1924 Otto Neurath und Gerd Arnts mit der Begründung der „Wiener Methode der Bildstatistik” – den Isotype. Komplexe Statistiken wurden durch jedermann lesbar.

Ganz ähnlich wird auch der Datenjournalismus moderne, leistungsfähige Softwareangebote (Mashups, Filterfunktionen, Abfragen und Mappings) mit den Daten mitliefern müssen um den/die Nutzer/innen zu erreichen. Eine Aufgabe, die nicht mehr der einzelne Journalist am eigenen Schreibtisch erledigt, sondern durch ein Team von klassischen Journalist/innen, Infografiker/innen, Softwarespezialist/innen und Interfaceexpert/innen übernommen wird.  Top Secret America der Washington Post oder die Aufbereitung der Afghanistan WarLogs beim Guardian sind eindrucksvolle Beispiele der Arbeit solcher Teams.

Dieser Datenjournalismus konstituiert sich derzeit nicht nur in den Redaktionen der erwähnten Medien, sondern findet sich zum Austausch von Erfahrungen und Startegien weltweit zu Meetups zusammen. Besonders die unlängst in Berlin und Amsterdam stattgefundenen Treffen, haben den gesamten Sektor in Europa wesentliches Impulse geliefert.

Und in Österreich?

Während von den Österreichischen Medienhäusern in Richtung Datenjournalismus (noch) kaum etwas zu vernehmen ist, experimentiert die IT-Abteilung der Österreichische Presseagentur in den APA-Labs bereits vielversprechend. Auch beim MedienCamp Wien und den jüngst beendeten Österreichsichen Medientagen war Datenjournalismus immerhin ein Randthema. So freut es uns sehr hier schon eine Ankündigung machen zu können. Anfang Dezember 2010 veranstaltet wir einen Arena Talk mit österreichischen und internationalen Expert/innen zum Thema Datenjournalismus.


Angewandter Datenjournalismus:

weitere Quellen:

Die Europäische Kommission führt eine Konsultation zur EU-Richtlinie über die Wiederverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors (PSI-Richtlinie) durch. Als Informationen des öffentlichen Sektors gelten alle Arten von Daten, die von öffentlichen Einrichtungen generiert werden, wie beispielsweise Karten und Informationen zum Wetter, zum Recht, zur Verkehrslage sowie zu Finanzen und zur Wirtschaft, und die von anderen in innovativen Produkten, wie etwa Navigationssystemen, Wettervorhersagen und Verkehrsnachrichten, in so genannten “Apps”, wiederverwendet und damit auf Smart Phones heruntergeladen werden können. Mit der kostenlosen oder gebührenpflichtigen Wiederverwendung öffentlicher Daten wird einer Studie von 2006 zufolge ein Umsatz von schätzungsweise mindestens 27 Mrd. EUR pro Jahr in der EU erzielt.

Alle Interessierten sind aufgefordert, ihre Ansichten zu wichtigen Fragen der Wiederverwendung dieser Daten und insbesondere zu etwaigen Änderungen der geltenden Richtlinienbestimmungen mitzuteilen. Dabei geht es um den Geltungsbereich, die Gebührenberechnung, die Lizenzvergabe, die Begriffsbestimmung und das digitale Format.

Was hier sehr technisch anmutet, ist eine entscheidende Möglichkeit die EU – Politik in Richtung einer Praxis der Offenen Regierungsdaten zu beeinflussen. Eine Teilnahme ist wichtig:


zur Umfrage

Hintergrund:


Neue BürgerInnenbewegungen im Netz

Am Mittwoch den 15. September fand im Raum D / quartier21 die Auftaktveranstaltung für den Digital Society Award statt. Gemeinsam mit Thomas Thurner führten David Roethler (politik.netzkompetenz.at) und Julian Ausserhofer (B00MBL1TZ) eine Publikumsdikussion über Bürger/innenbeteiligung im Netz, die Grenzen der derzeitigen und die Utopie der zukünftigen Internetdemokratie.


Mitschnitt


Kickoff des Digital Society Awards im Rahmen des Paraflow Festivals 2010

Die Initiative ZukunftsWeb sowie das Festival paraflows .10 schreiben dieses Jahr erstmals den Digital Society Award 2010 aus. Der in einer elektronischen BürgerInnenwahl vergebene Preis zeichnet jene Initiativen aus, die mit ihrem Engagement in digitalen Medien und Social Networks dazu beitragen, dass neue Formen der gesellschaftlichen Partizipation möglich werden.

Anliegen des Digital Society Awards

„Digital Citizens“ erarbeiten täglich neue Formen der Teilhabe an gesellschaftlicher Gestaltung. So werden Social Networks, Microblogging, Crowd Wisdom und viele andere Formen des persönlichen und gemeinsamen Ausdrucks in Onlinemedien immer mehr zu jenen Kulturtechniken, die ePartizipation grundsätzlich zu leben versuchen. Wir hoffen, mit dem Preis die Sichtbarkeit der sich im Stillen formierenden Internetdemokratie zu erhöhen und Anreiz für eine aktive „Digital Citizenship“ zu sein. Prämiert werden beispielsweise Facebook Initiativen, Blogs, Community Websites, Crowdsourcing Initiativen, oder Wikis.

Nähere Informationen zur Einreichung ab 15.09.2010 hier.

Das Magazin WIRED (Chris Anderson) beschreibt in seiner September-Ausgabe unter dem Titel “The Web Is Dead. Long Live the Internet” eine düstere Zukunft des Webs. Das Web, das hier als einer zahlreicher Dienste im Internet verstanden wird, nämlich als jener Bereich, der klassischer Weise mit einem Browser wie Firefox ans Tageslicht befördert wird, soll nämlich gezähmt werden und in kleine “leicht verdauliche” Pakete verschnürt werden. Nicht mehr das vermeintliche Chaos, von dem Unternehmen wie Google profitieren, soll im Internet vorherrschen, sondern strukturierte internet-basierte Anwendungen wie Apple´s “Apps” sind dann die bevorzugten Fenster zum Internet.

Diese Hypothese ist interessant, die Verwirklichung könnte aber zunächst daran scheitern, dass Internet-Giganten wie Google zumindest momentan noch vom klassischen HTML-Web leben. Wie so oft aber, könnten auch mehrere Welten ko-existieren: So wie FastFood für den raschen Hunger sorgt, gleichzeitig aber auch Gourmet-Restaurants boomen, könnten kleine Apps die Happen im Internet werden, die schwerer verdauliche Kost wird jedoch nach wie vor mit Browsern erschlossen werden.

Wir werden ja sehen. Für Diskussionen ist gesorgt.

Das Jahr 2003 scheint schon verblassende Historie zu sein. Damals hat Thomas Burg mit vielen anderen Bloggingpionieren eine der ersten internationalen Konferenzen zum Thema Blogging veranstaltet. Blogtalk, so der Titel der Veranstaltung, ging der möglichen ökonomischen Relevanz, gesellschaftlichen Auswirkungen und der Möglichkeit sich aus Blogs entwickelnden Sozialen Netzwerken nach. Interessant ist es nach all den Jahren das diesbezügliche Dossier zur Konferenz wieder zu lesen – viel hat sich verändert und doch sind die Utopien von damals noch intakt.

Sieben Jahre danach wurde aus den Weblogs nun Blogs und eine weitere Konferenz kommt nach Wien: Das World Blogging Forum. Die von Ritchie Pettauer angekündigte eintägigen Veranstaltung, wird in Zusammenarbeit mit A1 Telekom Austria am 13. November in Wien stattfinden. Untertitel zur Konferenz ist “Die Zukunft der digi­ta­len Medienproduktion”. Ein detailliertes Programm wird dem­nächst auf wbf2010.at publiziert. Kostenlose Konferenztickets werden in den “nächsten Monaten auf ver­schie­den Blogs ver­ge­ben”, so der Veranstalter.

Erstmals in ihrer Geschichte bittet Interpol die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Fahndung nach Hunderten von mutmaßlichen Schwerkriminellen. Dabei setzen die Ermittler auch auf Hinweise von Internetnutzern.

Bislang hatte die Behörde verdeckt ermittelt und nur vereinzelt die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Die in Lyon ansässige internationale Polizeibehörde startete im Mai die Operation «Infra-Red». Die erste Runde der Aktion ‘Infra-Red‘ ist im Mai bereits zu einem Ende gekommen. Diesbezüglich wurde nach 450 Verurteilten und Verdächtigen in 29 Ländern gesucht. Den Angaben der Behörde zufolge konnten dabei über 100 Flüchtige gefasst werden. Zu den gefassten Personen gehört unter anderem das frühere kolumbianische Model Angie Sanclemente Valencia, die wegen Drogenhandels gesucht wurde. Nun hofft die Organisation auf neue Informationen über deren Verbleib auch von Nutzern sozialer Netzwerke wie Facebook.

Quelle: AFP