Das Magazin WIRED (Chris Anderson) beschreibt in seiner September-Ausgabe unter dem Titel “The Web Is Dead. Long Live the Internet” eine düstere Zukunft des Webs. Das Web, das hier als einer zahlreicher Dienste im Internet verstanden wird, nämlich als jener Bereich, der klassischer Weise mit einem Browser wie Firefox ans Tageslicht befördert wird, soll nämlich gezähmt werden und in kleine “leicht verdauliche” Pakete verschnürt werden. Nicht mehr das vermeintliche Chaos, von dem Unternehmen wie Google profitieren, soll im Internet vorherrschen, sondern strukturierte internet-basierte Anwendungen wie Apple´s “Apps” sind dann die bevorzugten Fenster zum Internet.

Diese Hypothese ist interessant, die Verwirklichung könnte aber zunächst daran scheitern, dass Internet-Giganten wie Google zumindest momentan noch vom klassischen HTML-Web leben. Wie so oft aber, könnten auch mehrere Welten ko-existieren: So wie FastFood für den raschen Hunger sorgt, gleichzeitig aber auch Gourmet-Restaurants boomen, könnten kleine Apps die Happen im Internet werden, die schwerer verdauliche Kost wird jedoch nach wie vor mit Browsern erschlossen werden.
Wir werden ja sehen. Für Diskussionen ist gesorgt.