Mit einer europaweit einzigartigen Initiative wird die Stadt Linz Impulse für die frei zugängliche Nutzung und elektronische Verbreitung von Daten, Software, Lehr- und Lernmaterialien und anderen als „Open Commons“ bezeichneten, digital gespeicherten Inhalten geben. Das Projekt „Open-Commons-Region Linz“ ist ein weiterer Schritt der Zukunftsstadt Linz, ihre BürgerInnen, bei der Informationsbeschaffung und -Nutzung via Internet bestmöglich zu unterstützen. Bereits seit 2005 läuft die Hotspot-Initiative der Stadt Linz. Österreich-weit ist dieses Projekt mit derzeit 118 Hotspot-Standorten für den Gratis-Einstieg ins Internet einzigartig. Seit September 2009 stellt Linz über den „Public Space Server“ allen interessierten LinzerInnen ab 14 Jahren einen fix definierten Speicherplatz sowie ein persönliches E-Mail-Postfach und Programme für die nichtkommerzielle Veröffentlichung von Inhalten im Internet zur Verfügung. Die Leitlinien für die Realisierung der „Open-Commons-Region Linz“ wurden nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss in einer Studie erarbeitet, die vom stadteigenen Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmen (IKT Linz GmbH) in Auftrag gegeben wurde. Die Studie des Instituts für Personal- und Organisationentwicklung in Wirtschaft und Verwaltung der Johannes Kepler Universität (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Gustav Pomberger) entstand in Zusammenarbeit mit der IKT Linz GmbH und dem Linzer Markt- und Meinungsforschungsinstitut market.
Als unmittelbar folgende Schritte sind unter anderem geplant:
- Einrichtung eines Open Commons-Beirates.
- Aufbau einer Open Commons-Region Linz Koordinationsstelle
- Initiativen für Angebote in den Bereichen Bildung (Open Courseware) und öffentliche Datenbestände, wie zum Beispiel Stadtinformationen oder Stadtkarten (Open Data).
- Überarbeitung des magistratsweiten Intranets mit Einsatz von Open-Source-Software für das Betriebs-, Redaktions- und Datenbanksystem.
- Prüfung des Einsatzes von weiteren Open-Source Softwareprodukten in Teilen der Unternehmensgruppe Stadt Linz.
In den Aufbauprozess der Open-Commons-Region Linz sollen die Bevölkerung ebenso wie Gebietskörperschaften, Interessenvertretungen, Unternehmen sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen eingebunden werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Betriebe der Unternehmensgruppe Stadt Linz und städtische Einrichtungen wie die Volkshochschule und die Museen.
- Interview mit Initator Christian Forsterleitner im Linzer CulturalBroadcastinArchive: Nachhören
- Stellenausschreibung – ProjektleiterIn Koordination Open Commons Region Linz