Chancen & Risiken für Unternehmen & AnwenderInnen
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Sensoren allenthalben

Das “Internet of Things” bezeichnet jene Aktivitäten im Zukunftsweb, die sich mit der Anreicherung von Gegenständen des Alltags mit Intelligenz und Kommunikationsvermögen beschäftigen. Der vielzitierte Internetkühlschrank gehört hier ebenso dazu, wie das vernetzte Auto oder das intelligente Wohnzimmer. Während das “Internet of Things” davon ausgeht, dass die Dinge selbst es sind, die ihren Status beschreiben, geht man beim “Sensor Web” davon aus, dass die Beschreibung der Umwelt durch ein Netzwerk von Messeinrichtungen geleistet wird.

SensorenUnd es gibt bereits eine nicht klein zu nennende Anzahl solcher Sensoren: Intelligente Stromzähler, öffentliche und private Wetterstationen, Luftverschmutzungsmessstationen, Temperaturfühler in Haushalten und Gebäuden, Seismographen und Feuchtesensoren – um nur einige zu nennen. Zu diesen oft bereits vernetzten Sensoren kommen täglich neue dazu – zum Teil in Eigenbau, zum Teil von Öffentlichen Einrichtungen oder Unternehmen betrieben. Das Sensorweb wächst also täglich. Wohin die Entwicklung hier führen könnte zeigen zwei StartUps dieses Jahres: Pachube und Waze.

Pachube ist ein soziales Medium zur Verbreitung und Verwendung von Sensor-Daten aus der ganzen Welt. Pachube stellt Umgebungen für Menschen wie Gebäude im Vordergrund. Ein Bestandteil  von Pachube ist die Markup-Sprache “Extended Environments Markup Language” (EEML). Pachube könnte das werden, was Facebook für Soziale Netzwerke ist. Die diesbezüglichen Katalysatoren sind vorhanden: Offener Standard (EEML), günstige Hardware, Möglichkeiten zum Selbermachen (DIY-Plattform Arduino) und einfache Ein- und Anbindbarkeit an andere Produkte und Services (APIs und Widgets). Warum sollten wir nicht unsere Wetterwerte mit unseren Freunden teilen, oder unseren Carbon Footprint in ein Onlinegame einbringen – und so spielerisch Energieverbrauch und CO2-Emission senken?

Ebenso auf die “Weisheit der Vielen” setzt das Startup Waze. Waze setzt auf die Sensordaten, die sie von iPhones und gPhones ihrer User beziehen, um Strassenkarten und Stauwarnungen zu generieren. Waze zeichnet alle Wege auf, die die Anwender nehmen und baut so ein Netz aus Verkehrswegen auf. Außerdem misst die Anwendung die Geschwindigkeit des Fahrers und kann so auf aktuelle Staus und Unfälle schließen. So vermessen die in iPhones und gPhones eingebauten Sensoren die urbane Umwelt und schaffen ein tagesaktuelles Abbild davon.

Dass Anwendungen wie die Beschriebenen zunehmend die Labors verlassen und ihren Platz in der ökonomischen Verwertung finden, trug auch das Panel “Humans As Sensors” beim gestern gestarteten WebSummit in San Francisco Rechnung.

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Ein Kommentar
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  1. [...] und zentral aufgebaute Infrastruktur sein muß, haben wir in diesem Blog schon anhand von Patchube erwähnt. Ein weiterer solcher dezentraler Einsatz eines Sensorweb auf crowdsouring-basis ist [...]

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