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	<title>ZukunftsWeb &#187; realtime</title>
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	<description>Chancen &#38; Risiken für Unternehmen &#38; AnwenderInnen</description>
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		<title>Politik jetzt als iPhone-Applikation</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 15:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Thurner</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet wird zunehmend zum Handlungsraum des Politischen: Parteien finden nach-und-nach mit ihren Programmen, ihren Kampagnen und ihrer Kommunikationsarbeit in das Netz. Oft handelt es sich dabei aber um plump aufgesetzte Websites, Podcasts, Communities und Blogs. Doch, wie die Internetpräsenz von Präsident Obama zeigt, lernen die Parteiapparate den authentischen Umgang mit Twitter, Facebook und Realtime. So sind die zu verschiedenen Themen und von verschiedenen Ministerien eingerichteten Plattformen (<a href="http://www.data.gov/" target="_blank">www.data.gov</a>, <a href="http://www.openinternet.gov" target="_blank">www.openinternet.gov</a>, <a href="http://www.broadband.gov/" target="_blank">www.broadband.gov</a>),  der neuen US-Administration nicht bloß Ideenbriefkästen im Internet, sondern echte Partizipationsinstrumente.</p>
<p style="text-align: left;">Wer Politik mit und im Internet als möglichst effiziente Bedienung von neuen Kommunikationskanälen mit alten Kommunikationsinhalten sieht, der geht substanziell irr. Selbst die persönliche Nutzung von Blogs, Facebook und Co. durch Politiker/innen hinkt zumeist den Potentialen einer Internetpolitik auf der Höhe der Zeit hinterher. Dieses Potential wird dort sichtbar, wo sich Personen &#8211; vorerst ohne parteipolitischen Hintergrund &#8211; angetrieben von einem Ziel, einem Misstand oder einer gemeinsamen Laune heraus zu Pressuregroups verdichten. Die technolgischen Hilfmittel die dabei webgestützte Social Software bereitstellen, bündeln Werkzeuge hergekommer politischer Praxis. So wird aus Versammlung, Flugzettel, Telefonkette, Unterschriftenliste und Demonstration ein neues Bündel &#8211; FacebookGruppe, Flashmob, Blog, Twitter, Cause und Realtime. Dies alles ist gerade eindrucksvoll an den <a href="http://unsereuni.at/" target="_blank">aktuellen Studentenprotesten</a> zu beobachten, die bezeichnenderweise unter ihren Twitter-Hashtags bekannt wurden: #unibrennt und #unsereuni.<br />
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Es scheint so, als ob Politik wieder von den Bürger/innen selbst in die Hand genommen wird &#8211; ja wörtlich auf&#8217;s Handy geladen wird. Inwiefern es sich hierbei um ein Phänomen einer Elite handelt, die nicht weiter in den &#8220;mainstream&#8221; vordringt, oder ob wir hier wirklich substanziellen Veränderungen der politischen Praxis beiwohnen, wird die unmittelbare Zukunft zeigen.</p>
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