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	<title>ZukunftsWeb &#187; sony</title>
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	<description>Chancen &#38; Risiken für Unternehmen &#38; AnwenderInnen</description>
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		<title>Papier oder Bildschirm</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 16:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Thurner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Buch stirbt aus; die Bibliotheken verwaisen; der Buchhandel kollabiert! Der Hypertextroman kommt, der ultimative eReader ist am Markt; Zeitschriften auf elektronischem Papier! Viel wurde schon vorausgesagt, angesagt und analysiert, wenn es um den Medienwechsel des Geschriebenen Wortes (Romane, Zeitungen, Essays, Sachartikel, &#8230;) geht. Die Geschichte des elektronischen Publizierens ist eine lange. Schon 1971 startete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Buch stirbt aus; die Bibliotheken verwaisen; der Buchhandel kollabiert! Der Hypertextroman kommt, der ultimative eReader ist am Markt; Zeitschriften auf elektronischem Papier! Viel wurde schon vorausgesagt, angesagt und analysiert, wenn es um den Medienwechsel des Geschriebenen Wortes (Romane, Zeitungen, Essays, Sachartikel, &#8230;) geht. Die Geschichte des elektronischen Publizierens ist eine lange.</strong></p>
<p>Schon 1971 startete <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_S._Hart" target="_blank">Michael Hart</a> das <a href="http://www.gutenberg.org/wiki/Main_Page" target="_blank">Projekt Gutenberg</a>. Basierend auf Büchern deren Copyright nie belegt waren oder mittlerweile ausgelaufen ist. Ähnlich wie bei Wikipedia stützt sich das Projekt auf die kollaborative Arbeit seiner Mitglieder. So haben sich inzwischen 27.000 Titel zur kostenfreien privaten &#8211; aber auch kommerziellen &#8211; Nutzung angesammelt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-954" style="border: 0pt none;" title="rocket eBook" src="http://www.zukunftsweb.at/wp-content/uploads/2010/01/rocketebook.jpg" alt="rocket eBook" width="197" height="218" />Lesegeräte abseits des Computerbildschirms waren bis Ende der 90er-Jahre nicht für den Massenmarkt verfügbar. 1996 brachte die Firma Palm die ersten populären elektronischen Organizer auf den Markt. Mit Ihnen war es es erstmals möglich Texte im unformatierten TXT-Format zu lesen. Einen echten ersten Versuch einen eBook-Reader als Produkt zu etablieren unternahm das junge Unternehmen NuvoMedia mit dem <a href="http://www.planetebook.com/mainpage.asp?webpageid=15&amp;TBToolID=1115" target="_blank">Rocket eBook</a>. Mit einem Speicher von bis zu 16 MB ließ sich eine Bibliothek mit mehreren Dutzend Titeln im HTML-Format anlegen. Das Display war in Schwarzweiß, erlaubte aber  zumindest Titelbilder und Innenillustrationen in grober Auflösung. Der hohe Preis von ca. 300,- Euro, das beträchtliche Gewicht und vor allem mangelnder Support durch große Verlagshäuser ließen das Rocket eBook jedoch schnell floppen. Erst die fortschreitenden Entwicklungen in der Displaytechnik stieß die neue Entwicklungen &#8211; beginnend mit 2008 &#8211; an. Die Marktreife von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Papier" target="_blank">Elektronischem Papier</a> (kurz ePaper) brachte eine Anzeigetechnik, die das Licht wie normales Papier reflektiert und Texte und Bilder dauerhaft angezeigt, ohne dass dafür eine Erhaltungsspannung erforderlich ist. Bei diesem Anlauf zum eBook sind nun auch Inhalteanbieter wie Sony und Amazon mit eigenen Produkten am Start: <a href="http://www.sony.at/hub/reader-ebook" target="_blank">Sony Reader</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Kindle" target="_blank">Amazon Kindle</a>.</p>
<p>Entscheidend für den Durchbruch im Bereich dürfte schlussendlich sein, dass Amazon den eBook-Vertrieb auch für iPhones geöffnet hat. Das iPhone bietet mit dem 3,5 Zoll großen Bildschirm zwar kaum Lesekonfor, doch ist die Plattform mit über 10 Millionen verkauften Geräten so groß, um entsprechend Rückenwind zu generieren. Mit Erfolg! Amazon <a href="http://www.guardian.co.uk/business/2009/dec/28/amazon-ebook-kindle-sales-surge" target="_blank">vermeldete</a> kürzlich für das Weihnachtsgeschäft 2009 erstmals mehr e-Books als physische Bücher verkauft zu haben. Ob damit jedoch schon das Rennen für Amazon gewonnen ist, ist keineswegs sicher. Noch gibt es eine zueinander inkompatible Landschaft an Formaten und Geschäftsmodellen. Darüber hinaus haben auch große IT-Anbieter noch keine endgültigen Strategien im Umgang mit dem eBook-Segment verlautbaren lassen. Was die Großen wie Apple, Microsoft und Google hier vorhaben, kann den Markt nocheinmal erheblich umwälzen.</p>
<p>Eines ist Sicher: Neununddreisig Jahre nachdem Michael Hard begonnen hat Bücher zu digitalisieren, geht es in den kommenden Jahren um Standards, Hardwareplattformen und Marktanteile in diesem Segment. Und vielleicht beginnen wir alle wieder mehr zu lesen.</p>
<p><strong>Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li> lesenetzwerk.at: <a href="http://www.lesenetzwerk.at/index.php?id=394">Elektronische Bücher unter dem Christbaum</a></li>
<li> heise.de: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Book-Lesegeraet-iPhone-206913.html">E-Book-Lesegerät iPhone</a></li>
<li> netzwertig.com: <a href="http://netzwertig.com/2010/01/02/e-book-reader-smartphones-co-der-kampf-um-die-naechste-generation-digitaler-inhaltskanaele/">Der Kampf um die nächste Generation digitaler Inhaltskanäle</a></li>
</ul>
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