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	<title>ZukunftsWeb &#187; UK</title>
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	<description>Chancen &#38; Risiken für Unternehmen &#38; AnwenderInnen</description>
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		<title>Daten Journalismus &#8211; der Weg aus der Journalismuskrise</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 09:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Thurner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[datenjournalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Die sinkenden Einnahmen aus Werbung und Auftragsartikeln im Jahr 2009 hat die Medienhäuser arg getroffen. Und plötzlich war weniger Geld da für die redaktionelle Arbeit &#8211; das spürten die Journalst/innen schmerzlich. Just in diesem Moment feierte der &#8220;User Journalismus&#8221; in Blogs, Facebook und Wikis wieder große Erfolge. In einer kurzfristig anberaumten Analyse, war der/die Leser/in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><code><br /></code><a href="http://www.zukunftsweb.at/wp-content/uploads/2010/09/Netto-Werbeeinnahmen_2009.png" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-1500" style="margin: 5px; border: 0pt none;" title="Netto-Werbeeinnahmen_2009" src="http://www.zukunftsweb.at/wp-content/uploads/2010/09/Netto-Werbeeinnahmen_2009-300x212.png" alt="" width="300" height="212" /></a>Die <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/489608/index.do?from=simarchiv" target="_self">sinkenden Einnahmen aus Werbung und Auftragsartikeln</a> im Jahr 2009 hat die Medienhäuser arg getroffen. Und plötzlich war weniger Geld da für die redaktionelle Arbeit &#8211; das spürten die Journalst/innen schmerzlich. Just in diesem Moment feierte der &#8220;User Journalismus&#8221; in Blogs, Facebook und Wikis wieder große Erfolge. In einer kurzfristig anberaumten Analyse, war der/die Leser/in schuld, der/die &#8211; vor allem jung &#8211; nicht mehr zum Feuilleton greift, sondern sich angeblich lieber ein paar Tweets reinzieht. FAZ Herausgeber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher" target="_blank">Frank Schirrmacher</a> setzt sich mit seinem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X" target="_blank">Payback</a>&#8221; an die Spitze jener, die den Journalismus &#8211; ja, das reflektierte Nachdenken ansich &#8211; in Gefahr sehen. Bunkerstimmung im deutschsprachigen Journalismus in den vergangenen Monaten war die Folge. Die nur ungenau geführte Diskussion drehte sich den auch um den Schutz des Bestehenden:  Die Besinnung auf den Qualitätsjournalismus, die Konzentration auf die Hintergrundberichterstattung, die ordentliche Recherche und die redaktionell-reflektiere Inhalteaufbereitung genauso, wie die Stärkung der eigenen Rolle als Primärinformationsquelle und Protagonisten des Investigationsjournalismus. Soweit  die im Kern <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Wozu_noch_Journalismus" target="_blank">richtigen, aber insgesamt wenig neuen Auswege</a> aus der Journalismuskrise.</p>
<p><strong>UK und USA: Ein anderer Weg</strong></p>
<p>Im Grunde sah sich auch die englischsprachige Medienwelt mit sehr ähnlichen wirtschaftlichen Zahlen konfrontiert. Doch um den Weg aus dieser Krise zu suchen, nutze man die sich neu etablierende Internettechnologie weniger als Projektionsfläche des Scheiterns, sondern proaktiv zur Neuaufstellung des eigenen Sektors. Gerade führende Medienhäuser wie die <a href="http://developer.nytimes.com/" target="_self">NY Times</a>, die <a href="http://projects.latimes.com/index/" target="_self">LA Times</a>, die <a href="http://backstage.bbc.co.uk/" target="_self">BBC</a> und der <a href="http://www.guardian.co.uk/data-store" target="_self">Guardian</a> erkannten bald das ihr Platz am besten an der Spitze des technologischen Wandels ist. Anstatt sich gegen aufkommenden Online Citizen Journalismus zu stemmen, spielen die genannten Medienhäuser ihre Inhalte maschinenlesbar (in RSS, XML, via API und Datastores) und kostenfrei an Blogs, Mashups und Apps weiter. Dieses neue Paradigma im Umgang mit den eigenen Inhalten in der öffentlichen Nutzung bedeutet in eine veränderte Nutzungs- und Vermarktungsstrategie umzusteigen und diese &#8211; in den derzeitigen Pioniertagen &#8211; mitzugestalten zu können. Eines dieser Konzepte ist das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Freemium" target="_self">Freemium</a>: Die großzügig offen und gratis zur Verfügung gestellten Medieninhalte besitzen auch eine Bezahlversion, bei der z.B.: Werbung unterdrückt wird, oder kommerzielle Weiterverwendung gestattet ist, oder weitere Zusatzlinks angeboten werden, oder auch Zugriffszahlen nicht limitiert werden. Die Versuche sind hier mannigfaltig, doch eines ist jetzt schon sicher, der Gewinn an (anderer Stelle wieder finanziell zu realisierender) Reputation ist in jedem Fall gewährleistet. Und in der Internetökonomie bedeutet dies nicht nur Werbekontakte, sondern gesteigerte Glaubwürdigkeit, Vertrauen und persönliche Schätzung. In eben diesen Medienhäusern bildet sich aktuell eine neue Journalist/innengeneration heran:</p>
<p><strong>Datenjournalist/innen!</strong></p>
<p>Wenn also das neue mediale Gold nicht mehr &#8220;gedruckter Zeitungsartikel&#8221; heißt, was liegt also näher als den Journalismus als Vermittler nicht nur von redaktionellen Inhalten, sondern auch von Dateninhalten zu sehen. Einhergehend mit der Open Data Bewegung, geht es dabei darum Daten direkt zu den/der Bürger/in zu bringen &#8211; möglichst nah am Erhebungsbild und ohne filternde Interpretation.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/09/figure2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1503" title="Otto Neurath / Isotype" src="../wp-content/uploads/2010/09/figure2-148x300.jpg" alt="" width="148" height="300" /></a></p>
<p>So gibt der Datenjournalist die Rolle des Auswerters an die Leserschaft weiter, versorgt idealerweise noch mit Tools zur Datenaufbereitung und sieht seine Hauptaufgabe vor allem darin möglichst aussagekräftige, exquisite und bis dato im verborgenen lagernde Daten bereitzustellen. Kommentar, Schlussfolgerung und redaktionelle Meinung sind zwar immer noch Bestandteil des Datenjournalismus, treten aber zumeist als Bonusangebot in den Hintergrund.</p>
<p>Bleibt zu fragen, ob die Leser/innenschaft derart rohe Daten akzeptiert, und vor allem ob sie dazu im Stande ist, sie zu rezipieren. Ein Rückblick in die 1920er-Jahre mag hier aufschlussreich sein. Die damals sich neu etablierte Empirische Sozialwissenschaft brachte erstmals vergleichbare Datenbestände in großem Ausmaß hervor. Und auch damals fragte man nach der Lesbarkeit der eigenen Ergebnisse, in der medial vermittelten Kommunikation. Die Antwort lieferten 1924 Otto Neurath und Gerd Arnts mit der Begründung der „Wiener Methode der Bildstatistik” &#8211; den Isotype. Komplexe Statistiken wurden durch jedermann lesbar.</p>
<p>Ganz ähnlich wird auch der <span style="color: #000000;">Datenjournalismus  moderne, leistungsfähige Softwareangebote (Mashups, Filterfunktionen, Abfragen und Mappings) mit den Daten mitliefern müssen um den/die </span><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #000000;">Nutzer/innen zu erreichen. Eine Aufgabe, die nicht mehr der einzelne Journalist am eigenen Schreibtisch erledigt, sondern durch ein Team von klassischen Journalist/innen, Infografiker/innen, Softwarespezialist/innen und Interfaceexpert/innen übernommen wird.  <a href="http://projects.washingtonpost.com/top-secret-america/" target="_blank">Top Secret America</a> der Washington Post oder die Aufbereitung der <a href="http://www.guardian.co.uk/world/the-war-logs" target="_blank">Afghanistan WarLogs </a>beim Guardian sind eindrucksvolle Beispiele der Arbeit solcher Teams.</span><br />
</span></p>
<p>Dieser  Datenjournalismus konstituiert sich derzeit nicht nur in den  Redaktionen der erwähnten Medien, sondern findet sich zum Austausch von  Erfahrungen und Startegien weltweit zu Meetups zusammen. Besonders die  unlängst in <a href="http://www.meetup.com/Web-of-Data-Berlin/calendar/14460678/" target="_blank">Berlin</a> und <a href="http://datadrivenjournalism.net/index.html" target="_self">Amsterdam</a> stattgefundenen Treffen, haben den gesamten Sektor in Europa wesentliches Impulse geliefert.</p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Und in Österreich</strong>?</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Während von den Österreichischen Medienhäusern in Richtung Datenjournalismus (noch) kaum etwas zu vernehmen ist, experimentiert die </span>IT-Abteilung der<span style="color: #000000;"> Österreichische Presseagentur in den <a href="http://www.apa.at/labs" target="_self">APA-Labs</a> bereits vielversprechend. Auch beim <a href="http://www.barcamp.at/Mediencamp" target="_blank">MedienCamp Wien</a> und den jüngst beendeten <a href="http://www.medien-tage.at" target="_blank">Österreichsichen Medientagen</a> war Datenjournalismus immerhin ein Randthema. So freut es uns sehr hier schon eine Ankündigung machen zu können. Anfang <strong><span style="color: #ff6600;">Dezember 2010</span></strong> veranstaltet wir einen <span style="color: #ff6600;"><strong>Arena Talk</strong></span> mit österreichischen und internationalen Expert/innen <strong><span style="color: #ff6600;">zum Thema Datenjournalismu</span><span style="color: #ff6600;">s</span></strong>.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><br />
</span></p>
<p><strong>Angewandter Datenjournalismus:</strong></p>
<ul>
<li><a href="Hintergunddaten: entlassene Journalisten in den USA" target="_self">entlassene Journalisten in den USA</a> (Google Map)</li>
<li><a href="http://projects.washingtonpost.com/top-secret-america/" target="_blank">Washington Post&#8217;s Top Secret America</a></li>
<li><a href="http://www.informationisbeautiful.net/" target="_new">Information is Beautiful</a></li>
<li><a href="http://www.guardian.co.uk/world/datablog/interactive/2010/jul/26/ied-afghanistan-war-logs" target="_self">Afghanistan WarLogs bei Guardian</a></li>
</ul>
<p><strong>weitere Quellen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.chiannep.com/ottoneurath/" target="_self">Otto Neurath</a> und <a href="http://www.gerdarntz.org" target="_self">Gerd Arnts</a> Isotype</li>
<li><a href="http://www.currybet.net/cbet_blog/2010/09/datajournalism-linklog.php" target="_blank">Guardians Approach to Data Journalism</a></li>
<li><a href="http://www.datenjournalist.de/" target="_new">Datajournalismus in Deutschland</a></li>
<li><a href="http://www.slideshare.net/robertharm/opendata-data-drivenjournalism" target="_blank">Robert Harm: Opendata and data-driven-journalism</a> (Slideshow)</li>
</ul>
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		<title>Facebook macht bessere Schreiber</title>
		<link>http://www.zukunftsweb.at/facebook-macht-bessere-schreiber</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 14:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Thurner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[studie]]></category>
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		<description><![CDATA[Sich im Wort ausdrücken, verständlich zu Formulieren und Gedanken vermitteln zu können ist eine entscheidende Fähigkeit um im täglichen Leben bestehen zu können und erfolgreich zu arbeiten. Die Fähigkeiten dazu werden im Schulalter erworben: Schreiben, Reden, Formulieren. Lange Zeit war man der Meinung, dass die sogenannte &#8220;Internetgeneration&#8221; diesbezüglich mit massiven Kommunikationsdefiziten und Ausdrucksschwächen zu kämpen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sich im Wort ausdrücken, verständlich zu Formulieren und Gedanken vermitteln zu können ist eine entscheidende Fähigkeit um im täglichen Leben bestehen zu können und erfolgreich zu arbeiten. Die Fähigkeiten dazu werden im Schulalter erworben: Schreiben, Reden, Formulieren.</p>
<p>Lange Zeit war man der Meinung, dass die sogenannte &#8220;Internetgeneration&#8221; diesbezüglich mit massiven Kommunikationsdefiziten und Ausdrucksschwächen zu kämpen habe. Eine jüngst in Großbritannien erschienene Studie räumt jedoch mit dem Vorurteil &#8220;Computer machen doff&#8221; gründlich auf. Laut &#8220;National Literacy Trust&#8221; unterstützt die Nutzung von Sozialen Netzwerken, Blogs und sogar SMS beim Erwerb der kommunikativen Basis:</p>
<blockquote><p>The more forms of communications children use the stronger their core literary skills.<br />
<em>Jonathan Douglas, National Literacy Trust</em></p></blockquote>
<p>So weist die Studie eine höhere Selbstsicherheit im Formulieren bei jenen Kindern aus, die Bloggen, Twittern, SMSen oder Facebook nutzen (61%). Kinder ohne signifikante Internetaktivität sind hingegen wesentlich unsicherer hierbei (47%). Jonathan Douglas widerspricht auch der gängigen These, dass die verkürzte Kommunikation via SMS und 140-Zeichen-Statusfeld auf Kosten der Rechtschreibung und Grammatik gehe. Die Jugendlichen verstehen laut Douglas zwischen den Medien zu wechseln und können daher unabhängig voneinander verschiedene Nutzungsmuster erlernen. Die Internetgeneration kann sich durch die Nutzung des Web2.0 wieder für&#8217;s Tagebuchschreiben, Geschichtenformulieren und Gedichte begeistern.</p>
<p>Abschließend ortet Douglas in einem BBC-Interview massiven Bedarf einer überdachten pädagogischen Praxis, die Internetlitracy entsprechend begleitet und fördert.</p>
<p><strong>Weiterlesen</strong></p>
<div>
<ul>
<li><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8392653.stm" target="_blank">Children who use technology are &#8216;better writers&#8217;</a><em><span>, Zoe Kleinman</span></em><span><em>, BBC News</em> </span></li>
<li><a href="http://www.literacytrust.org.uk/research/writing_survey_2009.html" target="_blank">Young people&#8217;s writing: Attitudes, behaviour and the role of technology</a><em><a href="http://www.literacytrust.org.uk/research/writing_survey_2009.html" target="_blank">,</a> Studie, <em>National Literacy Trust</em></em></li>
</ul>
</div>
<p><!-- S BO --> <!-- S IBYL --></p>
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